Anis

Anis

Die Heil-und Gewürzpflanze Anis (Pimpinella anisum) gehört zur Familie der Doldenblütler.
Ursprünglich stammt das Gewächs wohl aus dem östlichen Mittelmeerraum. Heute wird Anis insbesondere in Japan, Südeuropa, Mittelamerika, Mitteleuropa und rund um das Mittelmeer angebaut. Auch Südrussland gehört zu den Hauptanbaugebieten. Die Anispflanze ist eine einjährige Pflanze mit einer Wuchshöhe von 10 bis 60cm. Anis bevorzugt lichte Plätze mit nährstoffreichen Böden. An den aufrechten und verzweigten Stängeln sitzen zwei bis fünf Zentimeter lange Laubblätter. Dazwischen befinden sich herzförmige Grundblätter. Je nach Vegetation blüht die Anispflanze zwischen Juni und September. Die Blüten sind weiß und in Dolden angeordnet. Von August bis September reifen die Anisfrüchte. Sie sind braun und drei bis fünf Millimeter lang.

In der Küche kommen vor allem die getrockneten Früchte der Anispflanze zum Einsatz. Ihr Geschmack erinnert leicht an Lakritz. Deswegen wird Anis gerne in Brot und Backwaren verwendet. Zusammen mit Gewürzen wie Nelke, Zimt oder Kardamom ist Anis fester Bestandteil in der Weihnachtsbäckerei. Pfeffernüsse, Leb- oder Honigkuchen und Printen werden mit den Anisfrüchten verfeinert. Anis, Fenchel, Koriander und Kümmel zu gleichen Teilen ergeben ein traditionelles Brotgewürz. Auch in Pfannkuchen, Milchsuppen, Grießbrei, Obstgerichten oder in Marmeladen macht sich das beliebte Gewürz gut. Das aus den Samen hergestellte Anisöl findet zudem Verwendung in der Alkoholindustrie. Es wird Spirituosen wie Raki, Ouzo, Pastis oder Absinth beigemischt.

Anis ist nicht nur als Gewürz-, sondern auch als Heilpflanze bekannt. Ein Aufguss aus den Fruchtsamen (Anisi fructus) wirkt schleimlösend und ist deshalb als Hustenmittel beliebt. Zudem wirken die ätherischen Öle der Pflanze krampflösend und helfen gegen Blähungen.
Die Teekombination aus Fenchel, Kümmel und Anis wird gerne bei Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt. Zudem regt Anis die Milchbildung an. Die Fenchel-Kümmel-Anis-Mischung wird deshalb auch von jungen Müttern als Milchbildungstee getrunken.

Bildquelle: PublicDomainPictures / Pixabay

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