Koriander

Koriander

Koriander (Coriandrum sativum) ist eine Heil- und Gewürzpflanze aus der Familie der Doldenblütler. Die Pflanze wird schon seit Jahrtausenden genutzt. So fanden sich Reste von Koriander in Pharaogräbern und sogar im alten Testament wird Koriander erwähnt.
Heute wird Koriander in Mexiko, Afrika, Asien und Teilen von Europa kultiviert.
Die einjährige krautige Pflanze wird zwischen 30 und 90cm hoch. An längs gerieften Stängeln sitzen hellgrüne gefiederte Blätter. Von Juni bis August bildet die Pflanze kleine weiße in Dolden stehende Blüten aus. Später entwickeln sich die Korianderfrüchte. Sie sind rund und haben einen Durchmesser von drei bis fünf Millimetern.

Koriander Samen

In der Küche finden sowohl die Blätter des Korianders als auch seine Früchte Verwendung. Am Geschmack der Korianderblätter scheiden sich die europäischen Geister. Die einen beschreiben den Geschmack der frischen Blätter als würzig und frisch, die anderen schlicht und ergreifend als seifig. In den asiatischen Ländern werden Korianderblätter für viele traditionelle Gerichte verwendet. Koriander ist auch ein Hauptbestandteil der kanarischen Mojo verde. Die gerösteten Samen der Korianderpflanze schmecken herbwürzig und haben einen süßen Nachgeschmack. Sie eignen sich gut für Currys, Gemüsegerichte, Fisch und Pasteten. Auch für Chutneys oder Gebäck können sie verwendet werden. Koriandersamen sind auch Bestandteil von Currypulver,Lebkuchengewürz und Brotgewürz.

Koriander überzeugt nicht nur durch seinen Geschmack, sondern auch durch seine Heilwirkung. Die ätherischen Öle der Korianderfrüchte wirken krampflösend und blähungslindernd. Zusammen mit Fenchel, Anis und Kümmel wird Koriander zur Behandlung von Magen- und Darmbeschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall, Blähungen oder Krämpfen eingesetzt. Das aus den Samen gewonnene Korianderöl kommt traditionell bei schlecht verheilenden Wunden zum Einsatz. Es wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Auch das Pilzwachstum wird durch Korianderöl gehemmt. Deshalb kommt Korianderöl bei der Behandlung der Windeldermatitis zum Einsatz. Das frische Korianderkraut wird zudem zur Ausleitung von Schwermetallen wie Quecksilber oder Kadmium genutzt.

Bildquelle: Hans / Pixabay, PDPics / Pixabay

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